Die „PlanWerkStadt zum Glitzerpalast“ entpuppt sich als Farce !

von Sebastian Großkopf, Freier Architekt aus Gotha

Im Zuge der ersten öffentliche Auslegung des Entwurfes zum Bebauungsplan wurden die Bürger seitens der Stadtverwaltung dazu aufgerufen, am 22.08.2012 Ihre Ideen in einer sogenannten „PlanWerkStadt“ einzubringen und so das Einkaufszentrum mit zu gestalten.

Die zwischenzeitlich erfolgte Abwägung durch den Stadtrat zeigt, dass den wichtigsten Einwänden nicht entsprochen wurde. So hat zum Beispiel die Arbeitsgruppe „Architektur und Städtebau II“ gefordert, die überbaubare Fläche gemäß Baunutzungsverordnung von 100 auf 80 Prozent zu reduzieren und die Baugrenze im Bereich Gartenstraße nach hinten zu verschieben. Damit kann der Baumbestand erhalten bleiben. Weiterhin sollte sich das Gebäude durch 4-6 Staffelungen in der Fassade und Höhe gliedern, um sich maßstäblich besser in die Umgebung einzufügen. Nach der vorliegenden Abwägung wird den Belangen nur „teilweise entsprochen“: Die 80- prozentige Überbauung wird formal durch eine Vergrößerung der Baufläche erreicht. Die Höhenstaffelung beschränkt sich auf die Festsetzung „max. 50% = 16 m, min. 50% = 14 m“.

Zur Veranschaulichung dient folgende Skizze:

Skizze Gartenstraße

Die Begründung lautet: dass man den Fassadenwettbewerb nicht einschränken möchte. Tatsächlich bedeuten Vor- und Rücksprünge in der Fassade eine Minimierung der Verkaufs- und Parkflächen. Das ist natürlich nicht im Sinne des Investors. Also bleibt alles beim alten oder wie es ein anderer Einwender formuliert: “Es ist offensichtlich, dass der B-Plan all die bereits im Entwurf vorliegenden Maximalbedingungen absegnen soll. Um das zu bemerken, braucht man kein Stadtplaner zu sein.“

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