Gefahr für die Innenstadt

Aus der Arbeitshilfe zum Umgang mit großen innerstädtischen Einkaufscentern:

Größe des Centers:
„Die Untersuchung zeigt, dass es bei Centern mit mehr als 15.000 qm Verkaufsfläche und/ oder wo es zu Flächenzuwächsen von über 15 Prozent der innerstädtisch vorhandenen gekommen ist, regelmäßig – zum Teil auch deutliche – Veränderungen in den Lagestrukturen des Hauptgeschäftsbereichs auftreten. Damit gehen üblicherweise auch Umsatzverluste für den ansässigen Einzelhandel und Wertverluste für den vorhandenen Immobilienmarkt einher.“

Lage des Centers:
„Große Einkaufscenter in Randlagen zum Hauptgeschäftsbereich sorgen von allen Lagekategorien am ehesten dafür, dass die bestehenden Strukturen des Hauptgeschäftsbereichs ungünstig beeinflusst werden.“

„Eine typische Randlage ist unmittelbar im Anschluss an den Hauptgeschäftsbereich gelegen, jedoch deutlich von dessen Zentrum entfernt. Häufig ist die durch eine Barriere z.B. in Form einer Hauptverkehrsstraße vom Geschäftsbereich getrennt.“

„Für die funktionale Struktur des bestehenden Hauptgeschäftszentrums sind dann die geringsten negativen Entwicklungen zu erwarten, wenn das Center inmitten des Hauptgeschäftsbereiches liegt. Dies korrespondiert damit, dass in diesen Lagen üblicherweise nur relativ kleine Center errichtet werden können.“

Stellplätze im Center:
„Je größer das an ein Center angeschlossene Parkhaus ist, desto autonomer ist das Center mit entsprechend negativen Folgen für den traditionellen innerstädtischen Einzelhandel sowie die gesamte Innenstadt bezüglich ihrer Besucherfrequenzen und Lebendigkeit, insbesondere bei Center-Randlagen und abgesetzten Center-Standorten.“

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